Kurz und knapp:
Was ist der „Masterplan Mobilität“ für Frankfurt?
Wie soll der Autoverkehr in Frankfurt reduziert werden?
Wie steht die Opposition in Frankfurt zu den geplanten Veränderungen?
Stadtregierung plant Radikalumbau zulasten motorisierter Verkehrsteilnehmer
Nur noch 20 Prozent aller Wege in Frankfurt am Main sollen nach dem Willen der grün geführten Stadtregierung mit dem Auto zurückgelegt werden. Im Umkehrschluss hieße das: 80 Prozent aller Wege gehören Radfahrern und Fußgängern. Für den „Masterplan Mobilität“ konnte sich in der Mainmetropole sogar die FDP begeistern, im Gegensatz zur CDU, die den Kahlschlag für „autofeindlich und realitätsfern“ hält. Derweil hat man sich in Paris bereits entschieden, 500 Straßen autofrei zu machen.

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Römer-Koalition einigt sich auf EU-Verkehrskonzept
Der „Masterplan Mobilität“ für eine umfassende Verkehrswende in Frankfurt war zwei Jahre lang Streitpunkt innerhalb der Koalition. Nun hat sich die Stadtregierung aus Grünen, SPD, FDP und Volt nach zähen Verhandlungen auf das Verkehrskonzept geeinigt, das den Gesamtverkehrsplan von 2005 ablösen und eine nachhaltige urbane Mobilität schaffen soll.
Hintergrund ist eine EU-Vorgabe zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität. Frankfurt soll eine der ersten deutschen Städte sein, die einen solchen Plan – auch bekannt als SUMP („Sustainable Urban Mobility Plan“ oder „Nachhaltiges Städtisches Mobilitäskonzept“) – vorlegen kann.
Masterplan gegen Autofahrer
Aus Sicht von Autofahrern bedeutet Nachhaltigkeit aber, dass sie schlicht aus der Stadt verbannt werden. So sollen die Hauptverkehrsachsen in der hessischen Metropole für den Radverkehr umgebaut werden: Autospuren entfallen, stattdessen gibt es Radspuren.
Dabei werden Straßen oder ganze Straßenabschnitte für den Autoverkehr gesperrt und so lange baulich verändert, bis sie quasi unbefahrbar sind. Das Ergebnis beziehungsweise den daraus resultierenden Schilderwald kann man schon länger im Grüneburgweg beobachten: Auf einer Radweg-Strecke von etwas mehr als einem Kilometer verwirren hier rund 600 Verkehrszeichen jeden motorisierten Verkehrsteilnehmer, bis der keine Lust mehr hat, die Straße tatsächlich zu nutzen.
Um den Autoverkehr in Frankfurt gezielt zu reduzieren, sollen zudem Parkplätze abgeschafft oder massiv verteuert werden, während bisher kostenlose Parkplätze künftig gebührenpflichtig werden. Außerdem sollen auf den Straßen der 750.000-Einwohner-Stadt flächendeckend Tempolimits zwischen 20 und 40 km/h gelten. Auch bei Neubauten will die Stadt verstärkt auf autoarme Quartiere setzen, um den Individualverkehr weiter unattraktiv zu machen.
CDU ist „fassungslos“
Die christdemokratische Opposition zeigt sich entsetzt über den radikalen Umbau zum Leidwesen der Autofahrer. Nicht nur wegen der laut CDU-Verkehrspolitiker Frank Nagel „autofeindlichen und realitätsfernen Grundausrichtung des Masterplans“, sondern auch, weil die FDP als klassische Autofahrer-Partei dem Konzept nach langem Ringen zugestimmt hat.
Die Liberalen selbst wollen dennoch eine „liberale Handschrift“ in dem verhandelten Paket erkennen und geben sich mit dem Ergebnis schlussendlich zufrieden: „Die Freien Demokraten Frankfurt blicken positiv auf das Verhandlungsergebnis, das eine nun insgesamt tragfähige Lösung darstellt.“
Paris im Endstadium: 500 autofreie Straßen
In der Hauptstadt Frankreichs ist man mit dem Ausschluss von Autofahrern aus der City schon einige Schritte weiter. In einer aktuellen Bürgerbefragung stimmte eine Mehrheit der Teilnehmer dafür, hunderte Wege in der Stadt für den Autoverkehr zu sperren und stattdessen zu begrünen.
Das Wahlergebnis ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Zwar stimmten 66 Prozent für den Plan von Bürgermeisterin Anne Hidalgo, doch lag die Wahlbeteiligung laut n-tv.de nur bei vier Prozent.
Konkret sollen 500 Straßen künftig autofrei sein, was in der 1,4-Millionen-Stadt den Verlust von 10.000 Parkplätzen bedeuten könnte. Mit Blick auf die „Stadt der Liebe“ fragen sich deshalb viele: Wird auch Frankfurt bald zur autofreien Zone?
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Quellen: bild.de, t-online.de, n-tv.de
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